Teichsanierung mit EM

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Jeder Teich und jedes Gewässer ist ein eigener Organismus! Natürliche Teiche haben durch einen ausreichenden Zulauf (Quelle oder Grundwasser) noch eine gute Wasserversorgung, wenn auch nicht immer unbelastet. Werden solche Gewässer allerdings bei Hochwasser (bei Nähe zu Fließgewässern) regelmäßig überflutet, sind sie im Regelfall von Wasser mit hohen Nährstoffgehalten (auch Giften) in das Sediment als belastet einzustufen. Solche Gewässer sind kaum zu sanieren.

Andere natürliche stehende Gewässer sind mit EM gut sanierbar. Voraussetzung ist, daß diese Teiche nicht zu stark verlandet und schadstofffrei sind und daß die Wasseroberfläche nicht zu stark bewachsen ist.
Hoher Fischbesatz und dadurch Einbringen von viel Futter sind unbedingt zu vermeiden! Bei dem Stoffwechsel von Eiweiß ( Fischkot, Fischfutter, Pflanzenreste ) entstehen Phosphat und Stickstoff Ammonium (NH4 ) und Ammoniak (NH3 ). Ammoniak ist hoch giftig. Es entsteht im Wasser bei einem pH über 7. Werte über pH 7 und hoher Nährstoffgehalt führen immer zu Veralgung.

Einträge in das Sediment durch Laub, Staub, Pflanzen-und Futterrresten führen neben einem Überangebot an Nährstoffen (Stickstoff, Phosphat) zu einer Unterversorgung des Wassers mit Sauerstoff. Auch hierdurch wird das Algenwachstum gefördert.

Absterbende Teile von Wasserpflanzen und Laub müssen in kleinen stehenden Gewässern laufend von der Wasseroberfläche abgefischt werden.

Stehende Gewässer, die keinen natürlichen Zulauf haben, sollten nur mit Regenwasser nachgefüllt werden. Leitungswasser hat aus technischen Gründen normaler Weise einen pH leicht über 7


In allen Teichen bilden sich aus organischen Materialien (Laub, Staub, Futter- und Pflanzenresten) sehr bald Sedimente, die großteils aus Faulschlämmen bestehen. Durch diese Faulschlämme entwickeln sich Sauerstoffmangel, hohe pH-Werte und hohe Stickstoffgehalte, die ein Algenwachstum fördern. Deshalb sollten solche Faulschlämme aufgelöst werden.

Ergeben mehrere pH-Messungen im Teichwasser Werte über pH 8, müssen Maßnahmen ergriffen werden, um diese Werte zu senken. Dies kann in kleinen Teichen durch teilweisen Wasseraustausch erreicht werden. Nur mit Regenwasser auffüllen (pH 5,6-6,5). Urgesteinsmehl (250 g) mit EM-Keramikpulver vermischt (50 g) je m3 Wasser können den pH-Wert ebenfalls senken. Nun erst sollte mit EMa weiterbehandelt werden.
Damit das EMa in das Sediment gelangt, muß es an Trägerstoffe gebunden werden.

Für große Teiche:
Hierzu eignen sich sehr gut Tongittersteine, Blähtonsteine oder ähnliche poröses Material, das einige Stunden in unverdünntes EMa eingelegt wird. Danach werden die Steine langsam in das Sediment abgesenkt ( 1 Stein/ 10m² Grundfläche). Zusätzlich eine Anwendung wie in kleinen Teichen.

Für kleine Teiche:
Eine Mischung aus Urgesteinsmehl und Keramikpulver (siehe oben), mit EMa zu einer Paste angerührt und gut verteilt ins Wasser geworfen, wird das EMa ebenfalls mit in das Sediment absenken.

EMa Gesamtbedarf für beide Teichgrößen: Für starkbelastete Teiche kann der Gesamtbedarf an EMa bis 1 Liter/m3 betragen. Diese Restmengen sind mit Teichwasser vorverdünnt nach Sonnenuntergang oder bei bedecktem Himmel gut verteilt oberflächlich in das Wasser einzuspülen. EMa für die Anwendung in stehenden Gewässern immer mit 10 % weniger Zuckerrohrmelasse als üblich ansetzen!