Kristall-Salz-Anwendungen

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Anwendungsbereiche von gutem Himalaya-Salz:
- zum Kochen und Würzen.
- Sole: Sorgen Sie für Ihr Wohlbefinden. Nehmen Sie täglich „flüssiges Sonnenlicht“ zu sich.
- Fußbad oder Waschungen
- Solebad: wirkt belebend.
- Zähneputzen und Mundspülung (26% Solelösung)
- Augenbäder (maximal 1% Solelösung)
- Nasenspülung (maximal 1% Solelösung)
- Gesichtsdampfbad zur Hautreinigung
- als Deodorant (Kristallbrocken mit Wasser benetzt statt Deo)
- Einreibung der Haut und Kopfhaut (maximal 6% Solelösung)
- Lecksteine für Tiere, Meerschweinchen, Pferde, usw.

Sole-Trinkkur
Zu den Wirkungen der Sole-Trinkkur finden Sie zahlreiche Hinweise im Internet. Probieren Sie es einfach selbst aus.
Ansetzen von gesättigter Sole:
Geben Sie einige Brocken Himalaya-Salz in ein Glasgefäß. Gießen Sie Wasser hinzu und warten Sie ungefähr eine Stunde. Die Sole ist gesättigt, wenn sich keine Kristalle mehr auflösen. Die gesättigte Sole hat eine Konzentration von 26% (also ca. ¼ Salz und ¾ Wasser). Geht die Sole zur Neige, gießen Sie frisches Wasser nach. Solange noch nicht aufgelöste Kristalle in der Sole zu sehen sind, ist gewährleistet, dass die Sole gesättigt ist. Wenn Die Brocken zur Neige gehen, legen Sie neue Brocken nach. Die Sole ist steril. Bei dieser Konzentration haben Keime keine Chance. Sie hält sich somit unbegrenzt.
Durchführung der Sole-Trinkkur:
Jeden Morgen entnehmen Sie der gesättigten Sole einen bis zwei Teelöffel (aus Kunststoff, kein Metall-Löffel!), geben diesen in ein Trinkglas und füllen mit Wasser auf. Dieses Glas trinken Sie am besten morgens nüchtern. Es schmeckt nur wenig salzig, gar nicht unangenehm. Sie können die gesättigte Sole aber auch über den Tag verteilt trinken, indem Sie ein bis zwei Teelöffel in eine Flasche Wasser geben. Kinder brauchen nur wenige Tropfen gesättigte Sole.


Solebad
Obgleich die äußere Anwendung von Salz seit dem Altertum bekannt ist, gewann der Einsatz von Sole erst im 18. Jahrhundert eine größere Verbreitung, und zwar mit dem Aufschwung der Seeheilbäder. C. W. Hufeland, Arzt von Schiller und Goethe, förderte diese Entwicklung, indem er ein Buch darüber verfasste.

In der Regel werden bei Solebädern Salzkonzentrationen von 1 bis 8 % als Solebad angewendet. Je nach Zusammensetzung der Salze beanspruchen Solebäder den Kreislauf und sollten deshalb bei Herz-Kreislaufschwäche nicht in Eigenregie durchgeführt werden. Die Badedauer beginnt mit 5 bis 10 Minuten und kann bis auf 20 Minuten gesteigert werden. Die Wassertemperatur darf 38° nicht übersteigen. Nach dem Bad abtupfen und eine Stunde Bettruhe halten.
Benutzen Sie für das Solebad und alle äußeren Anwendungen am besten Bade-Kristallsalz aus dem Himalaya, auf keinen Fall Salze mit chemischen und künstlichen Zusätzen. Für eine Wannenfüllung von ca. 100 Litern benötigen Sie zur Herstellung einer 1%-igen Salzlösung 1kg Salz. Lösen Sie die passende Menge für die gewünschte Konzentration zunächst in ein wenig warmen Wasser auf, bis sich das Salz vollständig gelöst hat. Füllen Sie erst dann die Wanne ganz auf und achten Sie darauf, 38° nicht zu überschreiten. Salz verursacht beim Lösen Kälte und würde das Badewasser abkühlen, wenn es in der vollständig gefüllten Wanne aufgelöst werden würde.
Hauptanwendungen der Solebäder sind Hauterkrankungen wie Schuppenflechte und Neurodermitis, sowie Rheuma- und Gelenkerkrankungen außerhalb akuter Schübe. Die Wirkung beschränkt sich nicht auf die Haut, sondern geht viel tiefer, über das vegetative Nervensystem. Solebäder entspannen, erfrischen, heitern auf und geben neue Energie.
Die direkte Wirkung auf der Haut besteht darin, dass sich das Salzwasser in die äußere Hornschicht einlagert, während reines Süßwasser die Wasser-Fett-Schutzschicht dagegen aufquillt und entfernt, wodurch dann mehr Wasser aus der Haut verdunstet. Sie trocknet aus und muss rückgefettet werden. Solebäder lassen die Haut nicht so stark austrocknen und eignen sich deshalb immer dann, wenn die Haut spröde und trocken ist.
Es gibt viele weitere Wirkungsweisen auf die wir hier nicht näher eingehen können.

Solespülungen
Für Spülungen von Nase, Hals und Augen verwendet man eine 0,9%-ige, isotonische Salzlösung. Lösen Sie dafür 9 Gramm Salz in einem Liter lauwarmen Wasser. Gurgeln mit Salzwasser befeuchtet die entzündete Schleimhaut, Bakterien und abgestoßene Zellen werden entfernt; eine Wohltat bei Halsschmerzen!
Zur Nasenspülung wird eine Nasendusche oder Nasenspülkanne verwendet. Man setzt die Tülle an ein Nasenloch und achtet darauf, dass sie gut abschließt. Die Kanne hochheben und den Kopf leicht zur Seite neigen und schon fließt das Wasser durch das andere Nasenloch wieder hinaus. Anschließend den Vorgang mit dem anderen Nasenloch wiederholen. Bei Erkältung nimmt man etwas mehr Salz, um die Nase zum Laufen anzuregen. Der Schleim löst sich auch bestens aus den Nebenhöhlen. Natürlich ist Vorbeugen besser als Heilen. Viele schwören auf das tägliche Nasendusche als Vorbeugung gegen Erkältungen. Heuschnupfen- und Kopfschmerzengeplagte erfahren durch Nasenspülungen Erleichterung.
Augenspülungen werden mit einer sogenannten Augenbadewanne, einem kleinen Glasgefäß durchgeführt. Vorher Make-up entfernen, die Wanne mit Sole füllen, aufsetzen und den Kopf nach hinten kippen. Mehrmals mit den Wimpern „klimpern“ damit das ganze Auge benetzt wird.

Sole-Einreibungen, Umschläge und Wickel
Bei offenen Verletzungen kommt nur eine isotonische Salzlösung zum Einsatz. Bei Hauterkrankungen kann die Konzentration wie beim Solebad bis zu 8% betragen. Insektenstiche, Verstauchungen, Prellungen und Schwellungen können ebenfalls mit gesättigter Sole behandelt werden. Für Umschläge wird ein sauberes Bauwoll- oder Leinentuch in die Sole getaucht und aufgelegt. Kalte Sole-Umschläge haben sich bewährt bei Prellungen, Verstauchungen, Sehnenscheidenentzündungen und als Wadenwickel zum Fiebersenken.

Eine ganz besondere Variante sind die Salzsocken. Dazu werden Baumwollsocken in 3%-ige Sole getaucht, ausgewrungen und angezogen. Darüber kommen trockene Wollsocken. Eine Stunde einwirken lassen. Die Salzsocken fördern die Durchblutung und helfen u. a. gegen chronisch kalte Füße.

Das Salzhemd funktioniert nach dem gleichen Prinzip und wird als gesteigerte Form des „Spanischen Mantels“ nach Kneipp angesehen. Das gut ausgewrungene Hemd muss eng am Körper anliegen. Bei Bettruhe führt es zu einem Wärmestau und sollte aufgrund seiner starken Wirkung nicht länger als eine Stunde und auf keinen Fall in Eigenregie durchgeführt werden. Das Salzhemd regt den Stoffwechsel an. Danach längere Zeit ruhen oder schlafen.

Sole-Inhalation
Eine ganz natürliche Sole-Inhalation findet am Meer statt, wobei die direkte Brandungszone sogar einen messbaren Salzgehalt aufweist. Ähnlich ist es direkt hinter Gradierwerken in Soleheilbädern. Inhalationen sind wichtige Anwendungen bei Erkrankungen der Luftwege wie Bronchitis, chronische Nebenhöhlenentzündungen und Asthma.
Zu Hause können Sie in Eigenregie eine Sole-Inhalation mit einem Dampfbad durchführen. Dazu geben Sie in einen großen Topf 1 bis 2 Liter Wasser und kristallines Ursalz dazu, erwärmen es, bis Dampf aufsteigt und halten Ihren Kopf bedeckt mit einem großen Handtuch bis zu 15 Minuten über den Topf, so dass Sie den Sole-Dampf einatmen können.
Die Konzentration der Sole sollte am Anfang etwas über 0,9% liegen, dann entzieht der Dampf den Schleimhäuten Wasser und wirkt beruhigend. Man kann die Konzentration bis auf 3% steigern, denn höhere Konzentrationen erzielen vor allem in tieferen Luftwegen bessere Wirkungen.